09.07.2026 Aktuelles Agrar- & Verbandspolitik, Nutztierhaltung ca. 2 Min. Lesezeit

Tore schließen – Schweine vor Seuchen schützen

Schild am zaun

Tore schließen – Schweine vor Seuchen schützen
 
Nachdem im Landkreis Uckermark innerhalb eines Schutzkorridors erneut die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei zwei bereits verendeten Wildschweinen amtlich festgestellt wurde, bittet der Landesbauernverband Brandenburg die Landwirte sowie die Bürgerinnen und Bürger, die Tore der ASP-Schutzzäune stets zu schließen.
 
Vor allem die zahlreichen Radtouristen, die im Sommer die Uckermark erkunden und dafür gern den attraktiven grenznahen Oder-Neiße-Radweg nutzen, werden gebeten, die Schutzfunktion des Zaunes zu beherzigen und zum Schließen der Tore, die regelmäßig den Radweg kreuzen, aus dem Sattel zu steigen.
 
„Gerade jetzt in den Sommermonaten sind die ASP-Schutzzäune ein ärgerliches Hindernis für viele Ausflügler und Urlaubende, das verstehen wir. “, so LBV-Präsident Henrik Wendorff. „Aber offene Zäune oder auch ein achtlos weggeworfene Wurstbrötchen als mögliche Infektionsquelle, sind eine große Gefahr für unsere ohnehin stark zurückgehenden Hausschweinebestände in Brandenburg.“
 
Erst diese Woche meldete das Landesamt für Statistik Brandenburg einen weiteren Rückgang der Schweinehaltung. Im Mai 2026 wurden in Brandenburg nur noch 105 Schweine haltende Landwirtschaftsbetriebe gezählt, 15 Betriebe weniger als noch im November 2025. Zum Vergleich: 2011 gab es in Brandenburg immerhin noch 225 Schweine haltende Betriebe. 
 
In der Uckermark halten noch etwa zehn Landwirtschaftsbetriebe Schweine. Diese befinden sich jedoch außerhalb der ASP-Schutzzone und sind aktuell nicht von den restriktiven Maßnahmen des Seuchenschutzes betroffen. Damit das so bleibt, ist höchste Vorsicht geboten.
 
Der LBV appelliert zudem gemeinsam mit dem Landesjagdverband Brandenburg an die Landwirtschaftsbetriebe in der Uckermark, die Bejagung und somit Reduzierung des Schwarzwilds durch die Jägerschaft zu unterstützen. Zu diesem Zweck sind Schussschneisen im Mais und im Raps sowie Arbeitsstreifen vor allem an den Waldrändern anzulegen.
 
Die Bejagung des Schwarzwilds ist neben der aufwendigen Suche nach verendetem Wild eine notwendige Maßnahme des Schutzes der Hausschweinebestände vor der ASP.