DAS LAND MUSS
VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Pressemeldung

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Pressesprecher

Dr. Tino Erstling

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Teltow, 11.03.2021. Die jüngsten, positiv auf ASP getesteten Fallwildfunde in Zelz, Werbig und Frankfurt/Oder zeigen, dass das Seuchengeschehen im Osten Brandenburgs nach wie vor durch eine hohe Dynamik gekennzeichnet ist. Sie verdeutlichen auch, wie groß die Herausforderungen bei der Bekämpfung der Tierseuche weiterhin sind. „Die neueste Entwicklung zeigt eindrücklich, dass die ergriffenen Maßnahmen nicht in dem Umfang wirken, wie die zuständigen Ministerien es darstellen. Wir fordern deshalb, dass das Land seiner Verantwortung gerecht wird: Nicht verwaltungsinterne Erlasse bekämpfen eine Tierseuche, sondern nur unmittelbare Anordnungen.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Der aktuelle Fall in Frankfurt/Oder offenbart zudem, dass es unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen in Brandenburg und Sachsen, immer wieder vor dem Zaun an der Oder und der Neiße auf deutschem Gebiet zu ASP-Fällen kommen kann. Deutschland kann praktisch nicht ASP-frei werden, solange der Seuchendruck aus Polen hoch bleibt. Vor diesem Hintergrund plädiert der LBV für die Einrichtung einer „weißen Zone“ in der deutsch-polnischen Grenzregion. „Außerdem muss das Thema endlich auf europäischer Ebene betrachtet und den betroffenen Regierungen Unterstützung bei der Bekämpfung der ASP angeboten werden.“, so Wendorff weiter.

Der Landesbauernverband macht nach einem halben Jahr ASP in Brandenburg auf ungeklärte Fragen aufmerksam. So warten die Schweinehalter in den gefährdeten Gebieten und Kerngebieten immer noch auf eine im Dezember angekündigte Hilfe. Sie soll eine finanzielle Unterstützung der Schweinehalter für seuchenbedingte Mehraufwendungen, wie beispielsweise zusätzlich notwendige Untersuchungen und Transportkosten, ermöglichen. „Die Hilfe wäre zwar sicher begrenzt, wäre aber ein wichtiges Signal an die Schweinehalter, verbunden mit einem Bekenntnis der Landesregierung zum Erhalt der regionalen Schweinehaltung in Brandenburg“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Hinsichtlich des Anbaus bestimmter Kulturen in den Kerngebieten und den sogenannten "weißen Zonen" bestehen weiterhin große Unsicherheiten bezüglich einer rechtssicheren Umsetzung der Regeln durch die Landwirte vor Ort.r unterbreiten digitale Angebote.

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