Brandenburger Bauern wenden sich an Landtag

Teltow, 28.01.2021. Heute Morgen übergaben Vertreterinnen und Vertreter des Landesbauernverbandes Brandenburg ein Schreiben an Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke, in dem sie mehr Realismus in der Landwirtschaftspolitik fordern. Begrüßt wurden sie von mehreren Abgeordneten verschiedener Fraktionen sowie von Landwirtschaftsminister Axel Vogel.

Die Landwirte äußerten jedoch nicht nur Kritik, sondern legten ihrem Brief die Broschüre „Der neue Brandenburger Weg“ bei, in der sie konkrete Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft bis 2030 entwickelt haben. Darin werden unter anderem Vorschläge für mehr Tierwohl in den Ställen sowie mehr Nachhaltigkeit auf den Äckern unterbreitet und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen genannt. Die LBV-Mitglieder streben einen verlässlichen Gesellschaftsvertrag für die nächsten 10 Jahre an, zum Wohle von Natur, Mensch und Tier.

„Wir haben heute vor dem Brandenburger Landtag deutlich gemacht, dass wir von den Abgeordneten aller Fraktionen Lösungen für die aktuellen Probleme erwarten. Und wir haben sie dahingehend sensibilisiert, dass bei allen Entscheidungen die die Landwirtschaft betreffen, auch die wirtschaftlichen Folgen für den Berufsstand bedacht werden müssen. Wir haben aber nicht nur kritisiert, sondern eigene Vorschläge unterbreitet.“, erklärt LBV Präsident Henrik Wendorff. 

Hintergrund dieser Aktion war die aktuelle Stunde zum Thema Landwirtschaft im Brandenburger Landtag sowie die Protestaktionen von Landwirten in Berlin und Potsdam. Immer mehr Landwirte sehen sich aufgrund des hohen staatlichen Regulationsdrucks und der aktuellen Marktentwicklungen in ihrer Existenz bedroht.  

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