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Frühjahrsdüngung
Pressemitteilung
Frühjahrsdüngung: Jetzt die besonderen Bedingungen in Brandenburg des Vorfrühlings nutzen
(Schwedt/Oder, 19.22026) In Erwartung einer langanhaltenden Tauperiode zum Frühlingsbeginn setzen Brandenburgs Landwirtinnen und Landwirte auf eine praxisnahe Regelung für ein mögliches Düngen auf dem gefrorenen Boden. Demnach sollten in den kommenden Tagen und Wochen die Landwirte in den wenigen Morgenstunden ihren Dünger ausbringen können, während die Böden noch gefroren und befahrbar sind. Ohne Bodenschäden steht der Dünger dann schnell und effizient den Pflanzen zur Verfügung. Wichtig ist aus Sicht des LBV, dass der Boden tagsüber auftaut und damit den Dünger auch aufnehmen kann. Dies erfüllt auch die Anforderungen des für die Landwirte wichtigen Gewässerschutzes.
„Nach diesem harten und auch langen Winter haben unsere Pflanzen Hunger“, erläutert LBV-Präsident Henrik Wendorff die Beweggründe der Praktiker. „Es ist seit langem breiter Konsens im Berufsstand, dass das kurze Zeitfenster zwischen einem scheidenden froststarken Winter und einem beginnenden Frühling unbedingt für eine bodenschonende Düngung ausgenutzt werden sollte. Das höre ich seit Jahren von meinen Kollegen im Oderbruch, in der Prignitz oder in der Uckermark, dort wo die Böden kittiger und damit anfälliger für Fahrschäden sind.“
Die Voraussetzungen für eine praktische Umsetzung nach dem Düngerecht seien in diesem Jahr enorm günstig, so der Präsident weiter.
Fast zeitgleich wies Dr. Gernot Verch von der ZALF-Forschungsstation Dedelow im Rahmen des #agrardialogs in Schwedt/Oder vor 300 Landwirtinnen und Landwirten aus den nördlichen Regionen auf die anstehenden Herausforderungen der Frühjahrsbestellung nach dem Winter 2025/2026 hin. Die Böden seien bis zu einer Tiefe von 50 cm gefroren und würden in der Tauphase sehr lange in einem plastischen Zustand bleiben, der sie unbefahrbar macht. Umso sinnvoller sind Regelungen, die diesem Umstand gerecht werden. Grundsätzlich sei zudem eine frühzeitige Düngung empfohlen, um die Pflanzen vital zu halten und spätere Verluste in den Beständen etwa durch Krankheiten, Schädlinge oder unerwartete klimatische Ereignisse zu verhindern.
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#agrardialog: Startschuss ins neue Anbaujahr
Aktuell
#agrardialog: Startschuss ins neue Anbaujahr
(Schwedt/Oder, 19.22026)
Alljährlich zum Ausklang des Winters laden der Bauernverband Uckermark und AGRAVIS Ost, der Agrarhändler im Osten, zum großen Netzwerktreffen der Landwirte im Norden ein. Der Zeitpunkt in der Februarmitte ist aus landwirtschaftlicher Sicht hoch spannend, denn der Verlauf des voran gegangenen Winters bestimmt die Voraussetzungen der anstehenden Frühjahrsbestellung. So eilten am 19. Februar die gut 300 Gäste des Agrardialogs bei minus zehn Grad Außentemperatur in das warme Foyer der Kleinen Bühne der Uckermärkischen Bühnen Schwedt, in dem 33 Partnerinnen und Partner der Agrarwirtschaft ihre Produkte präsentierten und in den Dialog mit ihren wichtigsten Kunden traten: die Betriebs- und Produktionsleiter in der Urerzeugung von Marktfrüchten Raps, Gerste, Weizen, Mais, Roggen. Ein Hauptthema der Gespräche: der extrem strenge Winter, dessen Ende sich nun abzeichnet und die damit verbundenen Herausforderungen für die anstehende Frühjahrbestellung.
Zwischen Jubiläum und Zukunftssorgen: Verhaltene Stimmung in bewegten Zeiten
Im Saal greift Gastgeber Chris Röwert, Regional- und Vertriebsleiter von AGRAVIS Ost, die aktuelle, verhaltene politische Stimmung unter den Landwirtinnen und Landwirten auf. Gerade feierte die wichtigste Messe der Land- und Ernährungswirtschaft, die Grüne Woche, in Berlin ihr 100jähriges Jubiläum und damit 100 Jahre Weiterentwicklung und Fortschritt der Landwirtschaft in Deutschland, die von motivierten, tatkräftigen Unternehmen getragen wurde. Doch das politische Weltgeschehen und der fortschreitende Strukturwandel treiben sowohl den Landwirten als auch ihm als Agrarhändler die Sorgenfalten auf die Stirn. Fehlende Nachfolgegenerationen für die Betriebe, eine nachlassende Nachfrage nach tierischen Erzeugnissen, hohe Hürden für Stallneu- und Umbau und – gerade in der Uckermark - höchste Anforderungen für die Einhaltung von Klima- und Naturschutzmaßnahmen seien nur einige der Herausforderungen. „Der Kranich wird geschützt, der Landwirt wird beobachtet“, beschrieb Röwert die derzeitige Situation des praktizierenden Landwirts.
Starke Stimme des Bauernverbandes – mit mehr Mitgliedern noch stärker
Wenke Möllhoff, Vorsitzende des Bauernverbandes Uckermark, bestätigte die herausfordernde Situation in der Landwirtschaft und warb dennoch für Zuversicht und für Vertrauen in die eigene Kraft. Die Kolleginnen und Kollegen hätten zudem mit dem Bauernverband eine starke Interessenvertretung an ihrer Seite, die sich der aktuellen Problemlagen annimmt. Jüngstes Beispiel: die Aufhebung der Ausweisung der Roten Gebiete in der Landesdüngeverordnung. Seit drei Jahrzehnten hätte der Bauernverband zudem Kappung und Degression in der Gemeinsamen Agrarpolitik verhindert, 80 Prozent der Landwirtinnen und Landwirte in Brandenburg profitieren vom Erhalt der Ausgleichszulage, die der Landesbauernverband gemeinsam mit seinen Mitgliedern im Zuge der #bauernproteste durchgesetzt hat. Auch der steuervergünstigte Agrardiesel ist wieder zurück. Wenke Möllhoff nutzte das Podium, um auch in eigener Sache des Bauernverbandes zu werben, denn eine Interessenvertretung kann nur so stark und durchsetzungsfähig sein wie die Mitglieder, die sie tragen. Die Kernarbeit des Bauernverbandes liege darin, Themen zu kanalisieren, zu strukturieren und an der richtigen Stelle zu platzieren. „Wir haben es geschafft, gehört zu werden. Ihr könnt Vertrauen haben in das, was wir tun! Mit Trittbrettfahrern kommen wir allerdings nicht weiter.“
Betriebswirtschaft im Fokus: Förderprogramme nutzen, Kosten im Blick behalten
Ziel des #agrardialogs ist es auch, jenseits von Agrarpolitik und Stimmungslagen Fakten zur Einordnung dieser zu setzen und Empfehlungen für betriebswirtschaftliche Optimierungen auszusprechen. Felix-Michael von Hertell, landwirtschaftlicher Unternehmensberater in Göttingen, führte in einem packenden Vortrag mehrere Punkte ins Feld: Die Landnutzung in Deutschland habe sich verändert. Die aktuellen Förderprogramme in der Gemeinsamen Agrarpolitik wie zum Beispiel „vielfältige Fruchtfolge“ führten beispielsweise zu einem Aufschwung des Leguminosenanbaus. Sein Appell an die Landwirte, diese Förderprogramme zu nutzen. Gleichzeitig sei der Kostendruck in der Arbeitserledigung auf dem Feld erheblich gestiegen, der Vergleich der Lohnkosten zwischen 2020 und 2025 zeige allein eine Erhöhung um 45 Prozent. Nach aufschlussreichen Gegenüberstellungen der Lohnkosten für Betriebsleitung und Maschineneinsatz für verschiedene Betriebsgrößen vermittelte er eine durchaus unbequeme Botschaft: genau hier müssen Betriebe ansetzen. Für einen wirtschaftlichen Maschineneinsatz sollten Betriebe die Kooperation mit dem Nachbarbetrieb suchen. Und: die Vergütung des Betriebsleiters sollte mit dem Gesamtbetriebsergebnis stets in Relation gesetzt werden.
Vom Frost ins Frühjahr: Fachliche Empfehlungen für die Bestandsführung
Dr. Gernot Verch, Agraringenieur in der Forschungsstation Dedelow, nahm im folgenden Fachvortrag die Landwirte mit auf das noch gefrorene Feld und gab Empfehlungen für die anstehende Bestandsführung nach der langen Winterzeit. 16 Jahre sei es nicht mehr so dauerhaft kalt gewesen, die Böden seien bis zu einer Tiefe von 50 cm gefroren, erstmals habe sich die biologische Uhr der Pflanzen wieder verlangsamt. In den vergangenen Jahren war zu beobachten, dass die vegetative Entwicklung der Pflanzen aufgrund der milden Winter mindestens zehn Tage früher startete. Ein weiterer Vorteil der anhaltenden Kälte sei es, dass der Erdfloh sich nicht ausbreiten konnte. Für die Frühjahrsbestellung sind die Ansprüche nun hoch, da eine langanhaltende Tauphase zu erwarten ist, in der die Böden schlecht oder nicht befahrbar sind. Gleichzeitig sollte die Startdüngung im Getreide und im Raps möglichst frühzeitig erfolgen. Die frühzeitige Ausbringung von Stickstoff zu Winterraps versetzt den Raps in die Lage, bis zum Beginn der Blüte ausreichend Stickstoff aufzunehmen. Dies war in den letzten Jahren aufgrund der sehr frühen Blüte nicht immer gegeben.
Globale Märkte unter politischem Einfluss
Der #agrardialog schloss mit einem wilden Ritt durch die unruhigen Agrarmärkte der Welt. Am Beispiel der US-Agrarbörse verdeutlichte Bernhard Chilla, Agrarmarktanalyst der AGRAVIS AG, dass allein die gute oder schlechte Stimmung zwischen dem US-Präsidenten und dem chinesischen Staatsoberhaupt deren Kurs bestimmt. Nicht mehr das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimme die Bewegung an den Märkten, sondern allein, ob sich Trump und Jinping „gerade liebhaben oder nicht“. Seine Hoffnung für die Zukunft sei es, dass wieder „Fundamentaldaten“ wie das Wetter die Marktbewegungen erzeugen und weniger das angespannte politische Weltgeschehen.
Wir erlebten den diesjährigen #agrardialog als ausgesprochen informativen Auftakt ins neue Anbaujahr, freuten uns über viele bereichernde Gespräche mit den Landwirtinnen und Landwirten und danken herzlich für die Einladung in die Uckermark! (MM)
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Prüfung abgeschlossen: Rote Gebiete
fallen in Brandenburg
Bauernverband
PRESSEMITTEILUNG
(Teltow, 30.01.2026)
Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) begrüßt die folgerichtige Aufhebung der Landesdüngeverordnung in Brandenburg zum 1. Februar 2026 durch das Landwirtschaftsministerium.
„Das ist ein wichtiges Signal für alle Landwirtschaftsbetriebes des Landes. Ministerin Hanka Mittelstädt macht ihre Ankündigung wahr und sorgt für Rechtssicherheit in der anstehenden Düngesaison. Nach einer längeren juristischen Klärung im Fachministerium war dieser Schritt mehr als folgerichtig,“
erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Das Bundesverwaltungsgericht erklärte bereits im Oktober 2025 die Rechtsgrundlage in § 13a Abs. 1 der Bundes-Düngeverordnung für verfassungswidrig. Der Landesbauernverband Brandenburg forderte daraufhin die Aufhebung der Landesdüngeverordnung und brachte seine Position in den politischen Dialog ein. Mit der nun erfolgten Aufhebung sieht der Verband diese Forderung bestätigt.
„Hier zeigt sich, dass sich unsere sachliche und zielorientierte Verbandsarbeit für die Landwirte ausgezahlt hat. Der kontinuierliche und sachliche Dialog mit Politik und Verwaltung war dafür entscheidend“, führt Wendorff aus.
Der LBV fordert nun, dass die gesamte Ausweisungsmethodik für die so genannten Roten Gebiete sowie die damit zusätzlichen Bewirtschaftungsauflagen grundlegend neugefasst und künftig stärker an die Bodenzusammensetzung und weiteren regionalen Gegebenheiten ausgerichtet werden.
Wendorff: „Das Bundeslandwirtschaftsministerium sollte die Chance für eine fachlich und regional angepasste Neuregelung nutzen. Ein schlechtes System bleibt schlecht, auch mit der Schaffung einer neuen Rechtsgrundlage.“
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Landwirtschaftlicher Boden muss verfügbar sein
Landesbauernverband appelliert an Verhandler
PRESSEMITTEILUNG
(Teltow, 06.02.2026)
Anlässlich der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU fordert der Landesbauernverband die Parteien auf, sich in der verbleibenden Legislatur dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt zu widmen.
„Die Verfügbarkeit und Sicherung von Boden ist für unsere landwirtschaftlichen Betriebe elementar. Je mehr Boden aus den landwirtschaftlichen Händen abfließt, umso schwieriger wird es, zukunftsfähige Betriebskonzepte umzusetzen,“ sagt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Nach dem eigenen Scheitern von Bündnis 90/Die Grünen in der letzten Legislatur bei diesem Thema, haben Sie es in dieser Woche mit veralteten Plänen erneut aufgegriffen. Hier wird Wahlkampf auf dem Rücken der Bauern gemacht. Dies wird aus Sicht des LBV der Sache jedoch nicht gerecht.
„Unser wichtigstes Produktionsmittel darf nicht zum politischen Spielball werden. SPD und CDU sollten sich des Themas behutsam annehmen und Lösungen entwickeln. Vorschläge des Berufsstandes liegen auf dem Tisch. Wir brauchen keine ideologisch geprägten Gesetze, sondern pragmatische und an die Region angepasste Lösungen. Das ist jetzt möglich. Die Zukunft unserer Betriebe hängt davon ab. Jetzt ist Handeln gefragt,“ ergänzt Wendorff.
Hintergrund
Der LBV fordert ein Agrarbodengesetz auf Landesebene, das den Zugang zu Flächen sichert, innerfamiliäre Übergaben erleichtert, Preise am Ertragswert orientiert und langfristige Pachtverhältnisse stärkt. Öffentliche Akteure sollen keine Sonderrolle einnehmen. Statt eines Genehmigungsvorbehalts für Share Deals sollten die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass rein renditeorientierte Investitionsmodelle unattraktiv werden.
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LBV bestellt neuen Hauptgeschäftsführer –
Amtsübernahme zum 1. Mai 2026
PRESSEMITTEILUNG
(Teltow, 30.01.2026)
Das Präsidium des Landesbauernverbands Brandenburg (LBV) hat heute die Nachfolge an der Spitze der Geschäftsstelle geregelt: Zum 1. Mai 2026 übernimmt Robin Reh die Position des Hauptgeschäftsführers.
Der designierte Hauptgeschäftsführer bringt Erfahrung aus der Landwirtschaftspolitik, der Interessenvertretung und der Verwaltung mit. Er war unter anderem als landwirtschaftlicher Referent für eine Landtagsfraktion in Brandenburg tätig und hat dort zentrale agrar- und strukturpolitische Themen begleitet. In dieser Funktion arbeitete er eng mit politischen Entscheidungsträgern, Verbänden und Akteuren des ländlichen Raums zusammen und konnte sich ein breites Netzwerk im Land aufbauen. Zuletzt war er beim Land Nordrhein-Westfalen beschäftigt.
Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten und sich frühzeitig in die verbandsspezifischen Themen einzuarbeiten, wird der künftige Hauptgeschäftsführer die Geschäftsstelle bereits ab dem 1. Februar 2026 verstärken. So ist sichergestellt, dass laufende Projekte kontinuierlich weitergeführt und neue Vorhaben gezielt vorbereitet werden können.
Das Präsidium sieht in der Personalentscheidung ein klares Signal für Kontinuität und Weiterentwicklung. Mit seiner fachlichen Expertise, seinem politischen Verständnis und seinem Blick für die Herausforderungen des Sektors bringt Robin Reh beste Voraussetzungen mit, um die Interessen der Mitglieder wirkungsvoll zu vertreten und die strategische Ausrichtung des Verbands weiter voranzubringen.
Der bisherige Hauptgeschäftsführer Tumlirsch wird den Verband nach mehr als fünf Jahren erfolgreicher Tätigkeit verlassen. Das Präsidium dankt ihm für sein Engagement und die geleistete Arbeit.
Für Rückfragen steht die Geschäftsstelle des Verbands zur Verfügung.




