Der Landesbauernverband informiert zum landwirtschaftlichen Verkehr bei hohen Temperaturen
Der Landesbauernverband Brandenburg teilt mit, dass der landwirtschaftliche Ernteverkehr vor allem in den südlichen Regionen des Landes anläuft, die landwirtschaftlichen Betriebe jedoch mit Blick auf die erwarteten, hohen Temperaturen die erforderlichen Brandschutzvorkehrungen treffen.
Bei hoher Waldbrandgefahr legen sie bei Erntearbeiten mit leicht entzündlichen Ernteprodukten wie Getreide so genannte Wundstreifen an. Verpflichtend sind diese vor allem bei Ackerflächen, die an Waldränder grenzen. Für die Wundstreifen werden die dort stehenden Kulturen mit Scheibenegge oder Grubber in den Boden eingearbeitet („schwarz machen)“, das heißt: die Streifen werden so weit wie möglich von sämtlichem brennbarem Material befreit. Zusätzlich werden oft Wassertanks für das im Ernstfall schnelle Löschen von Bränden bereitgestellt.
Lilian Guzmàn-Pfeiffer, Vorsitzende der Agrargenossenschaft Groß Machnow und Ausrichterin des bundesweiten Ernteauftaktes am 2. Juli, erläutert:
„Bei diesen Temperaturen können wir hier fast stündlich verfolgen, wie die Pflanzen vertrocknen. Wir müssen ernten, was zu ernten geht, um die Verluste in Grenzen zu halten. Für den Brandschutz legen wir unmittelbar sowohl im Vorgewende - das ist der Arbeitsbereich am Feldrand, in dem wir wenden und in dem unsere Ladefahrzeuge stehen - unsere Wundstreifen an. Zusätzlich zu den verpflichtenden Wundstreifen an den Waldrändern.“
Der Landesbauernverband weist noch einmal darauf hin, dass im stehenden Getreide aufgrund der Trockenheit und der hohen Temperaturen äußerste Vorsicht geboten ist. Dies gilt insbesondere für abgestellte Fahrzeuge als auch für Menschen, die sich in der Umgebung von Getreidefeldern aufhalten.
Der Landesbauernverband informiert zum landwirtschaftlichen Verkehr bei hohen Temperaturen