LBV begrüßt Auszahlung der EU-Direktzahlungen bis Weihnachten

Damit können die Landwirte ausstehende Rechnungen begleichen, Pachten und Löhne bezahlen und ihre betriebliche Liquidität sichern. 

Teltow, 17.12.2018. „Nach dem Dürresommer 2018 und den daraus resultierenden hohen Einnahmeverlusten haben viele landwirtschaftliche Betriebe Probleme mit ihrer Liquidität. Da kommen die Direktzahlungen vor Weihnachten zum richtigen Zeitpunkt.“, erklärt Henrik Wendorff, Präsident des LBV Brandenburg.

Die EU-Direktzahlungen werden flächenbezogen gewährt, wobei kleinere Betriebe eine höhere Prämie pro Flächeneinheit erhalten. Die Direktzahlungen sind ein wichtiges Instrument der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik und werden ausschließlich aus dem EU-Agrarhaushalt bestritten. Hierbei handelt es sich um öffentliches Geld, für das die Landwirte im Gegenzug öffentliche Leistungen, insbesondere im Natur- und Umweltschutz erbringen, die über gesetzlich vorgeschriebene Normen hinausgehen.
Die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) dient folgenden Zielen: Versorgungssicherheit, Erzeugung sicherer Lebensmittel zu günstigen Preisen und Einkommenssicherung der Landwirte.

Die EU-Direktzahlungen sind nicht mit dem Bund-Länderprogramm zur Dürrehilfe zu verwechseln. Die Schäden durch die Ertragsausfälle in diesem Jahr werden in der brandenburgischen Landwirtschaft auf mindestens 370 Mio. EUR beziffert. Rund 770 Brandenburger Agrarbetriebe Anträge auf Dürrehilfe eingereicht. Bund und Land stellen jeweils 23 Millionen Euro bereit. Nach Aussagen des Brandenburger Landwirtschaftministeriums ist mit der Auszahlung der Hilfen bis zum Ende des 1. Quartals 2019 zu rechnen.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12218692