Strukturwandel in der Landwirtschaft geht weiter

Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe insgesamt in Brandenburg ist in den vergangenen 3 Jahren um 3% zurückgegangen, die landwirtschaftliche Fläche reduzierte sich um ca. 1%. In absoluten Zahlen sind dies rund 170 Betriebe weniger als 2010 und knapp 9.700 ha weniger bewirtschaftete Fläche. Dies geht aus den Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und der Agrarstrukturerhebung 2013 hervor.

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Einzelunternehmen aus, während die Zahl der Personengesellschaften deutlich und die der juristische Personen leicht anstieg. Dies lässt u.a. auch auf einen Wechsel der Rechtsform schließen.
Insgesamt setzt sich damit der Strukturwandel weiter fort. Dieser Trend ist auch bundesweit festzustellen, wobei in Brandenburg der Rückgang der Betriebe nur etwa halb so hoch ist wie im Bundesvergleich. Neben der geringer werdenden Betriebszahl ist insbesondere auch der meist unwiederbringliche Flächenrückgang besorgniserregend. Werden landwirtschaftliche Flächen durch Infrastrukturmaßnahmen entzogen, stehen diese auch nicht mehr für die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln zur Verfügung.
Der ökolog. Landbau in Brandenburg folgt erstmals seit langem dem allgemeinen Trend des Rückganges der Betriebe und der Anbaufläche. Hier lag der Prozentsatz bei -6% (Betriebe) bzw. -2% (Fläche) und damit über dem Landesdurchschnitt.
Um die Betriebe, unabhängig davon, ob sie ökologisch oder konventionell wirtschaften zu stärken, ist es u.a. notwendig, die Einkommenssituation durch höhere Verkaufserlöse zu verbessern und durch Bürokratie veranlasste Mehrkosten und Arbeitsbelastungen abzubauen. Zudem müssen die Produktionsgrundlagen wie z.B. der Boden, gesichert und der Flächenfraß gestoppt werden. Notwendig und richtig war und ist auch die Forderung des Landesbauernverbandes nach verlässlichen Rahmenbedingungen und Beibehaltung der Förderung des ökologischen Landbaues.

Aktualisiert (Dienstag, 15. April 2014 um 14:15)