Biogasanlagen für Netzstabilität - Reform des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes -

Die erneuerbaren Energien bieten eine zusätzliche Wertschöpfung für den ländlichen Raum.

Die Brandenburger Landwirte wollen eine Balance zwischen der unverzichtbaren Aufgabe der Nahrungsmittelerzeugung und der Erzeugung Bioenergie. Die im Koalitionsvertrag gefundene Zielsetzung, den Zubau bei der Biomasse „überwiegend“ auf Abfall und Reststoffe zu begrenzen, ist ein erster Ansatz um die Nutzungskonkurrenzen zur Nahrungsmittelproduktion zu entschärfen. Vor allem Gülle und Mist sollten verstärkt energetisch genutzt werden.

Knapp 20 Mrd. Euro sind in den letzten Jahren durch die deutsche Landwirtschaft in erneuerbare Energien investiert worden, vor allem in Biogasanlagen. Jetzt geht es darum, die Vorteile der Biomasse als bedarfsgerecht verfügbare erneuerbare Energie besonders zu fördern. So kann Biomasse ihren Beitrag zu einer kostengünstigen Stromerzeugung und zu mehr Netzstabilität leisten.

Deshalb fordert der Verband:

- einen Zubau bei Biomasse von 200-300 MW/a

- den Anteil von Wirtschaftsdüngern (Gülle, Mist) im Substrat auf mind. 50 Masseprozent zu erhöhen

- die hydraulische Mindestverweilzeit (150 Tage) in Abhängigkeit vom Gülleanteil deutlich zu verringern

- einen Bestandsschutz für Altanlagen (keine Kürzung der Boni oder Absenkung der EEG-Vergütung)

- die Flexibilisierung für Alt- und Neuanlagen zu erhalten, denn nur so ist eine bedarfsgerechte Stromproduktion möglich und sinnvoll.