Start Landw. Daten Schweinebestände

Entwicklung der Schweinebestände

 

Die Schweinebestände in Brandenburg zeigten von bis 2008- 2011 eine leichte  Aufwärtstendenz. Dieser positive Trend ist wieder zum Stillstand gekommen und 2012 wurden mit 773.610 Schweinen rund 50.000 Tiere weniger gehalten als vor 10 Jahren. Gegenüber 1998 ist der Bestand auf ¼ zurückgegangen. ( mehr als 2 Mio. weniger Tiere (1989 2,858 Mio. Tiere). Dies bedeutet auch, dass der Bedarf aus der Region für die Region nicht gedeckt werden kann. Der Selbstversorgungsgrad in Berlin/Brandenburg lag bei ca. 22 %, d.h. nur jedes 4. Schnitzel kommt aus der Region. Für Deutschland insgesamt liegt der Selbstversorgungsgrad bei ca. 115% (2011). 

Die Schweineproduktion ist ein wichtiger Betriebszweig für die Unternehmen, allerdings ist dieser Bereich dem freien Markt ausgesetzt und starken Preisschwankungen unterworfen. Die desolate Lage im vergangenen Jahr führte zu einem deutlichen Bestandsabbau. Vor allem hohe Futtermittelkosten und niedrige Erlöse belasteten die Ferkelerzeuger und Schweinemäster.  Hinzu  kommen die neue Haltungsanforderungen. Die dafür notwendigen Investitionen können sich viele Erzeuger nicht leisten und geben die Produktion auf. In Brandenburg gab es Ende November nur noch 210 Betriebe, die Schweine hielten. Die verbliebenen Tierhalter müssen ihre Bestände aufstocken um die Mehrausgaben zu kompensieren.  Der durchschnittliche Bestand liegt bei 3.685 Tieren je Schweinehalter, wobei rund 60 % der Tiere von 20 % der Betriebe aufgezogen und gehalten werden. 

Nach Berechnungen des BSSB (Brandenburgische Schweineleistungskontrolle und Spezialberatung e.V. ) wurden im Jahr 2010/11 je verkauftem Schwein nur 0,85 EUR Gewinn erzielt. Dies zeigt deutlich den wirtschaftlichen Druck.

 Die Besatzdichte in Brandenburg ging von über 200 Tieren /100ha LF (1989) auf knapp 58 Tieren je 100 ha LF zurück und liegt damit weit unter dem Bundesdurchschnitt (165 Schweine/100 ha LF).