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WUSSTEN SIE SCHON

Was Sie über Landwirtschaft in Deutschland wissen sollten

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat Fakten und Tatsachen zur Landwirtschaft  häufig geäußerten Vorurteilen und Falschmeldungen gegenübergestellt. Wer sich informieren will findet hier Antworten auf 10 häufig geäußerten Behauptungen, so z.B. zum Umweltschutz, zur Bedeutung der Landwirtschaft, zur Tierhaltung oder Bioenergie.

Die Argumente des BMELV finden Sie hier  

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WUSSTEN SIE SCHON,... dass jeder Einwohner Deutschlands auch außerhalb des Landes Fläche für die Ernährung in Anspruch nimmt (netto ca. 250m²/Jahr). So werden allein für den deutschen Kaffee- und Teekonsum ca. 1 Mio. ha Fläche in anderen Ländern in Anspruch genommen, auch Sojabohnen Südfrüchte oder Oliven müssen importiert werden. Für die Ausfuhrländer ist der Export von Agrarprodukten oft eine wichtige Einnahmequelle. Anderseits exportiert Deutschland auch Produkte in andere Länder – was dort wiederum „Fläche spart“ und hilft, den Bedarf zu decken. Um den Konsumwünschen einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden ist eine Intensivierung und Steigerung der Lebensmittelerzeugung dringend notwendig und gleichzeitig der Flächenentzug zu stoppen (z.B. in Deutschland täglich ca. 70.000 -73.000 m²).

WUSSTEN SIE SCHON,...dass für den deutschen Kaffee- und Teekonsum ca. 1 Mio. ha Fläche in anderen Ländern in Anspruch genommen werden, auch Sojabohnen, Südfrüchte oder Oliven werden importiert. Im Gegenzug exportiert Deutschland auch Agrarprodukte, z.B. Getreide nach Asien. Für viele Ausfuhrländer ist der Export von Agrarprodukten eine sehr wichtige Einnahmequelle. Um den Konsumwünschen einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden ist eine Intensivierung und Steigerung der Lebensmittelerzeugung dringend notwendig.

WUSSTEN SIE SCHON, ....dass die drei Landkreise mit der höchsten Flächenteil an Hülsenfrüchten in Brandenburg liegen? Fast jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb im Landkreis Oder-Spree (LOS) baute 2010 Erbsen, Ackerbohnen, Süßlupinen oder Mischkulturen an. Insgesamt sind 2010 in LOS 2.664 ha mit Hülsenfrüchten bestellt  worden, das entspricht 3,4% der Gesamt-LF.
Im Landkreis Elbe-Elster sind es immerhin noch 2.085 ha (2,3% der LF) und in Potsdam-Mittelmark 1.919 ha (1,8% der LF).
Stickstofffixierende Pflanzen werden auf den humusarmen Sandsandorten gerne als „Bodenoptimierer“ angebaut, weil sie einen positiven Vorfruchtwert haben und die Bodenstruktur und –fruchtbarkeit verbessern helfen. So nutzen viele Landwirte Eiweißpflanzen um enge Getreidefruchtfolgen aufzulockern. Aufgrund der guten Wurzelausbildung kommen Körnerleguminosen auch auf den trockenen sandigen Böden der Landes Brandenburg gut klar. Zudem sind sie ein wichtiges Futtermittel.

WUSSTEN SIE SCHON, dass... im Jahr 2012/13 einem Schweinehalter nur 4,11 € Gewinn pro Schwein blieben. Um auf den durchschnittlichen Bruttolohn in Brandenburg (ohne Arbeitgeberanteil) zu kommen, muss er etwa 600 Schweine monatlich verkaufen. Da Schweine aber ca. 3 Monate gehalten werden, müssen also mindestens 1.800 Tiere im Stall stehen, um diesen Durchschnittslohn zu erwirtschaften.
Eigene Berechnung; Datengrundlage: Brandenburgische Schweineleistungskontrolle und Spezialberatung e.V., Amt f. Statistik Berlin-Brandenburg

WUSSTEN SIE SCHON, .....dass der Wert des Getreides in einem Brötchen bei nur ca. 0,5 Cent liegt. Der Landwirt muss bei einem Brötchenpreis von 30 Cent das Getreide für 60 Brötchen verkaufen, um sich ein Brötchen leisten zu können. Eine Verdoppelung des Getreidepreises würde den Brötchenpreis um rund 0,5 Cent erhöhen.

WUSSTEN SIE SCHON, …..dass sich in Brandenburg der Getreideertrag in den vergangenen 50 Jahren von rund 2.300 kg/ha auf 4.800 kg/ha mehr als verdoppelt hat und dass je ausgesätem Korn heute 50 - 60 Getreidekörner geerntet werden, während es im Mittelalter nur 3 -  5 waren? (Angaben gerundet) 

WUSSTEN SIE SCHON, .…. dass in Brandenburg täglich 7- 8 ha durch Siedlungsbau und andere Maßnahmen „verloren“ gehen. Die Fläche von einem Hektar reicht aus, um etwa 4 Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen

WUSSTEN SIE SCHON,...dass seit dem Jahr 2000 in Brandenburg täglich 56.000m² landwirtschaftliche Fläche verloren gegangen sind? Die je Bundesbürger zur Verfügung stehende Fläche liegt bei 2.100 m², von dieser Fläche wird die Ernährung sichergestellt.

WUSSTEN SIE SCHON, .…. dass Roggen Temperaturen von bis minus 25°C, Weizen minus 20°C und Gerste von bis zu minus 15°C unbeschadet überstehen können und dass eine 3 Zentimeter dicke Schneedecke eine Isolierwirkung von rund 10°C hat.

WUSSTEN SIE SCHON, .…..dass unsere Kulturpflanzen für die „Herstellung“ von einem Kilogramm Trockenmasse unterschiedlich viel  Wasser benötigen?
So brauchen Winterweizen und Kartoffeln rund 590 l Wasser für ein kg Trockenmasse. Mais verbraucht dagegen für die gleiche Leistung nur rund 240 l und geht sehr sparsam mit dem Wasser um. Das Wasser dient dem Nährstofftransport, wird über die Blätter verdunstet und so dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt.

WUSSTEN SIE SCHON,...dass Milchproduktion Hochleistung ist. Um 1 Liter Milch "herzustellen" müssen rund 500l Blut das Euter der Kuh passieren. Dies entspricht der Menge von rund 5 gefüllten Badewannen. Unmittelbar vor dem Melken befinden sich ca. 10 - 12 Liter Milch im Kuheuter.

WUSSTEN SIE SCHON, .….dass der Boden Lebensraum vieler Organismen wie Algen, Pilzen und Regenwürmern ist. Je Quadratmeter Boden (bis 30 cm Tiefe)  leben rund 260 Gramm dieser Bodenorganismen. Die Werte können jedoch auch bei dem 10 fachen liegen. Diese Organismen benötigen Nährstoffe (Stickstoff, Kohlenstoff…), die durch Dünger wie Mist, Gülle oder Pflanzenreste zugeführt werden. Die Bodenorganismen sind für den Humusauf- und abbau wichtig.
Der Humusanteil im Boden lässt sich somit durch Düngung (Nährstoffzufuhr) mit organischem Material, Zwischenfruchtanbau oder den Anbau bestimmter Pflanzen beeinflussen. Er liegt bei Sandböden bei rund 1 -  1,5 %. 1 % Humusanteil entsprechen rund 30 t/ha organischer Masse. Der Humsuanteil ist aber auch von äußeren Einflüssen wie dem Boden, Wasserverfügbarkeit und Temperatur abhängig und lässt sich nur in relativ engen Grenzen beeinflussen.

 

WUSSTEN SIE SCHON, .…dass für das Wohlfühlen der Nutztiere heute erheblich mehr getan wird als früher.- Kuhställe werden im Sommer häufig gekühlt ( durch zusätzliche Wasserverdunstung,) Massagebürsten sind weit verbreitet und  für Schweine sind mindestens 3 verschiedene „Spielzeuge“ vorgeschrieben und die Tiere müssen einen freien und ungehinderten Zugang zu Futter und Wasser haben.

 

WUSSTEN SIE SCHON,....dass neben der Ernte von Getreidekörnern etwa eine gleich große Menge an Stroh anfällt.  Bei einem Roggenertrag von 500 g/m² fallen somit auch 500 g Stroh an. Stroh wird als Einstreu in der Tierhaltung verwendet und später als Dünger ausgebracht oder sofort als Dünger und zur Bodenverbesserung wieder in den Boden eingearbeitet. 100 kg Stroh enthalten ca. 500 g Stickstoff, 300 g Phosphat und 1,4 - 2 kg Kaliumoxid. Um die Strohverrottung zu verbessern ist zusätzlicher Stickstoff notwendig.

WUSSTEN SIE SCHON,...dass der Einfluss der Betriebsgröße auf die Kosten oft falsch eingeschätzt wird? So hatten brandenburger  Futterbaubetriebe mit durchschnittlich rund 200 Hektar Kosten von 1.920 EUR/ha. Knapp 900 ha große Betriebe hatten hingegen sogar Aufwendungen von rund 2.220 EUR/ha.

Die entkoppelte Betriebsprämie aus Brüssel lag im Mittel bei 340 EUR/ha (Mittelwert 2006-2009).  Die Unterschiede bei den Kosten sind im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in der 1. Gruppe (Haupterwerbsbetriebe) die Lohnkosten der Betriebsinhaber und evtl. mitarbeitenden Familienmitglieder nicht berücksichtigt sind, während bei der 2. Gruppe (juristische Personen) sämtliche Lohnkosten einfließen. Bei Berücksichtigung des kalkulatorischen Lohnansatzes wird die Differenz deutlich kleiner.
Innerhalb der Gruppe Haupterwerb (siehe Grafik) fällt auf, dass die Betriebe bis 50 ha deutlich höhere Kosten haben als die größeren Haupterwerbsbetriebe. Dies hängt aber im Wesentlichen mit dem deutlich höheren Tierbesatz in den kleinen Unternehmen zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zahlenquelle, LELF Wirtschaftsergebnisse landwirtschaftlicher Unternehmen Brandenburgs 2008/2009

Begriffe:
Entkoppelte Betriebsprämie: Direktzahlung aus Brüssel, Betrag wird 2013 bei rund 300 EUR/ha liegen. Erhalten die Betriebe als Gegenleistung für die Pflege der Kulturlandschaft und hohe Umweltauflagen, die in der EU aber nicht im Weltmaßstab gelten. Sie dient auch der Sicherung der Landwirtschaftlichen Produktion (Bereitstellung von Nahrungsmitteln)

Futterbaubetrieb: mindestens 50% der Erlöse kommen aus dem Anbau von Futterpflanzen, die durch Milchkühe oder Rinder verwertet werden.

Die Agrarhilfen (Direktzahlungen) in der EU belaufen sich auf rund 40 Mrd. EUR im Jahr (im Vergleich dazu: der Bundeshaushalt hat einen Umfang von rund 300 Mrd. EUR.) Die Direktzahlungen kommen den rund 13,7 Mio. Landwirtschaftsbetrieben und den 500 Mio. EU-Bürgern zu Gute.

 

WUSSTEN SIE SCHON,…. dass auf ca. 16 % der Ackerfläche Brandenburgs Mais wächst. Diese Pflanze findet hauptsächlich als Tierfutter in der Rinderhaltung Verwendung und hilft, die regionale Futterversorgung sicherzustellen und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Ca.  28% des Maises werden für die Biogaserzeugung verwendet.
Mais und Kartoffeln liefern etwa den gleichen Masseertrag je Hektar.

  Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg


 

 

 

 

Aktualisiert (Mittwoch, 27. Mai 2015 um 10:30)