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Kooperation statt Konfrontation

Pressemeldung

Das Präsidium des Landesbauernverbandes Brandenburg wendet sich mit einem Forderungspapier zum Koalitionsvertrag an die Verhandlungsführer der verhandelnden Parteien und hat selbst etwas anzubieten.
Teltow, 08.10.2019. Der Landesbauernverband Brandenburg erkennt die gewaltigen gesellschaftlichen Herausforderungen für den Klima- und Umweltschutz an und erklärt bei der Lösung von Problemen im Bereich Landwirtschaft ausdrücklich seine Kooperationsbereitschaft. „Kooperation müsse vor Konfrontation gehen, ansonsten werden die Bauern mit unabsehbaren Folgen auf die Barrikaden getrieben.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.


Auch deshalb schlägt der LBV die Gründung eines Gremiums für nachhaltige Landnutzung vor, an dem Landnutzer, gesellschaftliche Gruppen sowie Politik, Wissenschaft und Verwaltung beteiligt sind. Sie sollen gemeinsam Ideen für einen Gesellschaftsvertrag „Landwirtschaft“ entwickeln.
Die Brandenburger Landwirte wollen auf Augenhöhe kooperieren und erwarten im neuen Koalitionsvertrag Initiativen, die auf gesetzliche Verbote verzichten. Stattdessen müssen Investitionen und Agrarumweltprogramme durch gezielte Förderung und Unterstützung mit Anreizwirkung begleitet werden. Dies betrifft den flächendeckenden Ausbau der Breitband- und Mobilfunkversorgung als Voraussetzung für digitale Technologien und Lösungen ebenso wie die Anschaffung von Geräten zur mechanischen Unkrautbekämpfung oder modernste Ausbringungstechnik für den reduzierten Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln.
Durch die gestiegene Aufmerksamkeit für Klima- und Umweltschutz ergeben sich für die Hauptstadtregion Brandenburg-Berlin Riesenchancen. Diese sollten sich auch im Brandenburger Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und Grünen wiederfinden: Die Gesellschaft wünscht sich mehrheitlich regionale Wirtschaftskreisläufe. Die Brandenburger Landwirte nehmen diesen Wunsch gern auf und wollen die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg mit regionalen Produkten versorgen. Bezogen auf die Metropolregion bedarf es dafür eines Entwicklungskonzepts „Regionale Agrar- und Ernährungswirtschaft“, das sowohl eine Nutztierstrategie als auch ein regionales Verarbeitungskonzept erfordert. Beides muss durch gemeinsam getragene Förderprogramme der Länder Berlin und Brandenburg mit den entsprechenden Anreizen für die Landwirtschaft, verarbeitende Betriebe und den Handel untersetzt werden.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92

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