Start Meldungen Vor der Landtagswahl: Landwirte fordern von Parteien klare Positionen ein

Vor der Landtagswahl: Landwirte fordern von Parteien klare Positionen ein

Die Brandenburger Landwirte wirtschaften vor den Toren Berlins im Fokus eines sich beschleunigenden Modernisierungsprozesses. Sie stellen sich den neuen Herausforderungen und benötigen dabei Rückendeckung der politischen Akteure. Teltow, 16.07.2019. Der LBV-Brandenburg hat den Parteien im Zuge der bevorstehenden Landtagswahl einen Themenkatalog zukommen lassen und um konkrete Antworten auf drängende Probleme der Landwirtschaft gebeten.

Die Antworten werden nach Ablauf einer Frist aufbereitet und seinen Mitgliedern zugänglich gemacht. Diese haben dann die Möglichkeit, eine auf klaren Positionen beruhende Wahlentscheidung zu treffen. „In der jüngeren Vergangenheit haben sich die Parteien gern hervorgetan, wenn es um Ansprüche an die Landwirtschaft ging. Wenn wir dann aber über die dafür notwendigen Rahmenbedingungen reden wollten, dann wurde es auf der anderen Seite des Tisches häufig still. Achselzuckend wurde dann auf den Bund oder die EU verwiesen. Damit muss endlich Schluss sein.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff. Ein für Brandenburg wichtiges Zukunftsthema ist die Tierhaltung. Denn die natürlichen Bedingungen im Land, die Ansprüche der Verbraucher und die Erfordernisse einer notwendigen Kreislaufwirtschaft verlangen mehr regionale flächengebundene Tierhaltung in unserem Bundesland. Dies umso mehr, da die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg verstärkt regional erzeugte Produkte nachfragt und dieser Bedarf bei Weitem nicht gedeckt werden kann. Baurechtliche Genehmigungsverfahren für Ställe haben sich in der Vergangenheit für die Bauern zu einer Odyssee mit ungewissem Ausgang entwickelt. Die Investitionsbereitschaft ist deshalb rapide gesunken. Wir erwarten von den Parteien unter anderem eine Antwort auf die Frage, wie sie sich in diesem Spannungsfeld zu positionieren gedenken. Die Liste der Fragen umfasst insgesamt neun Themen, darunter auch Aus- und Weiterbildung, Schutz der landwirtschaftlichen Fläche, Natur- und Gewässerschutz, der Umgang mit geschützten Arten und digitale Landwirtschaft.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92