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„Schleichen Sie nicht nachts auf unseren Höfen herum.“

Über unsere guten regionalen Produkte, Vertrauen und den Start der Internationalen Grünen Woche in Berlin. 

Teltow, 04.01.2019. Wenn am 18.01. die Internationale Grüne Woche (IGW) ihre Tore öffnet, werden wieder mehr als 300.000 Besucher in die Messehallen unter den Funkturm strömen. Die meisten von Ihnen werden der Tierhalle einen Besuch abstatten, durch die Brandenburg-Halle schlendern, das bunte Programm und natürlich die vielen regionalen Produkte genießen. Für uns Bauern ist die IGW einer der Höhepunkte im Jahr, auf der wir die Gelegenheit haben, unsere guten Erzeugnisse einem breiten Publikum vorzustellen. Gleichzeitig diskutieren Experten im Global Forum for Food and Agriculture über intelligente Lösungen für die Landwirtschaft der Zukunft.

Aber täuschen wir uns nicht: viele Menschen sind betroffen, weil in der jüngeren Vergangenheit erneut Versäumnisse bei der Haltung und Tötung von Nutztieren öffentlich wurden. „Als Vertreter des Berufsstandes werden wir noch mehr über die eigene Verantwortung und über die tieferliegenden Ursachen informieren und mit interessierten Verbrauchern auch unangenehme Dinge bereden. Sprechen Sie uns gezielt an. Dort wo Vertrauen erschüttert wurde, müssen wir es zurückgewinnen, denn ohne gegenseitiges Vertrauen geht es nicht.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Der LBV wird mit Nachdruck eine ehrliche Debatte über das Konsumverhalten der Verbraucher, die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels, niedrige Erzeugerpreise, den ökonomischen Druck auf die Landwirte und über das Gehaltsniveau der Mitarbeiter in der Landwirtschaft anregen, das es immer schwieriger macht, geeignetes Personal zu finden. „Nur wenn wir die Ursachen für die Vertrauenskrise benennen und geeignete Konsequenzen daraus ziehen, werden wir das Problem lösen können. Wir Landwirte sind dazu bereit!“, so der Präsident. 

Manche Menschen scheuen jedoch den Dialog und empören sich, weil es tatsächlich immer noch Menschen gibt, die gern Fleisch essen. Hinter ihnen stehen Organisationen, die mit emotionalen Bildern Spenden akquirieren und alle Menschen inklusive Haustiere zum Veganismus erziehen wollen. Von diesen Gruppen haben wir in den nächsten Tagen gezielte PR-Aktionen und blanken Hass zu erwarten. Wenn jene Organisationen pünktlich zur IGW mit monatelang zurückgehaltenen Videos ums Eck kommen, auf denen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu sehen sind, dann wird sie der LBV anzeigen, weil sie damit wissentlich zu einer Verlängerung des Tierleids beigetragen haben, obwohl sie das mit einer Anzeige bei den Ordnungsbehörden hätten verhindern können. „Stellen Sie sich der Auseinandersetzung bei Tage und schleichen Sie nicht nachts auf unseren Höfen herum.“, so LBV-Pressesprecher Dr. Tino Erstling.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12218692