Start Meldungen Dürrehilfe des Bund-Länder-Programms darf auf dem Weg zu den Landwirten nicht vertrocknen

Dürrehilfe des Bund-Länder-Programms darf auf dem Weg zu den Landwirten nicht vertrocknen

Pressemeldung:

Teltow, 05.10.2018. Das vor dem Start stehende Bund-Länderprogramm darf nicht zu einer „Scheinhilfe“ für die von der Dürre geplagten Landwirte werden. Hoffnungen auf Hilfe wurde geweckt und am Ende droht die Verweigerung. Genau dies wird passieren, wenn neben der notwendigen Schadenserfassung umfangreiche, langwierige Vermögens- und Einkommensprüfungen von Betriebsinhabern, Gesellschaftern und deren Familienangehörigen

verlangt werden. Hier ist das Land Brandenburg aufgefordert, die vorhandenen Gestaltungsspielräume zu nutzen um das Hilfsprogramm praktikabel zu gestalten.

„Es ist nicht nachvollziehbar, wenn zum Beispiel Landwirte oder die vielen ortsansässigen Mitglieder klassischer Agrargenossenschaften und deren Ehepartner ihre Altersvorsorge und Ersparnisse wie gefordert einsetzen müssen, um die Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen, und sie dann später wohlmöglich auf Sozialhilfe angewiesen sind“, so Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V.

„Es darf auch nicht dazu kommen, dass Tierverkäufe aus Futtermangel als zusätzliches Einkommen angerechnet werden,“ so Wendorff weiter.

Die Umsetzung der Richtlinie zum Bund-Länder-Programm ist eine Nagelprobe, ob Politik tatsächlich handlungswillig ist, oder den ländlichen Raum und die landwirtschaftlichen Familien und Mehrfamilienbetriebe allein lässt.

Die Schäden durch die diesjährigen Ertragsausfälle allein in der brandenburgischen Landwirtschaft werden mit mindestens 370 Mio. EUR beziffert.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Ulrich Böhm, Referent für allgemeine Agrarpolitik Tel. Nr. 03328 319 132