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„Die Schäden müssen dort ausgeglichen werden, wo sie entstanden sind“

Pressemeldung

LBV-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Scherfke bewertet das Bund-Länder-Hilfsprogramm für dürregeschädigte landwirtschaftliche Betriebe
Teltow, 23.08.2018. „Wir begrüßen die Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, ein Bund-Länder-Programm zur Unterstützung der durch die Dürre in ihrer Existenz bedrohten Landwirte aufzulegen. Auch die Bewertung „Schäden von nationalem Ausmaß“ zeigt, dass sich die Bundesregierung der Brisanz der Situation bewusst ist. Nun muss sichergestellt werden, dass die Hilfen

bei denen ankommen, die sie dringend benötigen. Als Bemessungsgrundlage für die Bedürftigkeit kann nur der Verlust an Naturalerträgen dienen. Die Schäden müssen dort ausgeglichen werden, wo sie entstanden sind, auf den Flächen. Wird, wie derzeit angekündigt, das gesamte Betriebsergebnis herangezogen, werden insbesondere die Viehhalter benachteiligt, die aufgrund der Futtersituation bereits einen Teil ihrer Tiere verkaufen mussten und dadurch kurzfristige Einnahmen erzielten. Dies würde eine Verzerrung der Hilfen bedeuten und die Tierhaltung sowie die Versorgung mit regionalen Produkten in Brandenburg nachhaltig schädigen. Zu kritisieren ist ebenfalls die ablehnende Haltung von Ministerin Klöckner zur steuerfreien Risikoausgleichsrücklage. Diese ermöglicht, in guten Zeiten für schlechte Jahre vorzusorgen. Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf.“

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92