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Nitraturteil schreckt Brandenburger Bauern nicht

Pressemitteilung:

Da sich das aktuelle Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Verletzung der Nitratrichtlinie durch Deutschland auf die Vorschriften der alten Düngeverordnung in 2014 bezieht, sorgen sich die Brandenburger Bauern nicht.

Bisher haben die Landwirte die bereits restriktiven Regelungen des Düngerechts verantwortungsvoll umgesetzt, obwohl Brandenburg mit 0,4 Großvieheinheiten je Hektar über eine der geringsten Viehdichten in Deutschland verfügt. Daher können die anfallende Gülle und der Mist keine Ursache möglicher Nitratbelastungen sein. Außerdem werden in Brandenburg über 11% der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet, was zu einer weitergehenden Wasserschonung beiträgt.

Auch die deutlichen Verschärfungen des Düngerechts vor einem Jahr mit der neuen Düngeverordnung werden von den Bauern konsequent beachtet. „Alle Beteiligten sollten jetzt wieder Ruhe in die Diskussion einkehren lassen. Das Grundwasser hat ein langes Gedächtnis und nach erst einem Jahr neuer Regelungen kann niemand eine seriöse Aussage dazu treffen, ob zusätzlich weitere Beschränkungen notwendig sind. In jedem Fall sind mit der neuen Düngeverordnung alle Forderungen der EU-Kommission für eine wasserschonende Düngepraxis umgesetzt worden.“, erklärt LBV-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Scherfke.

Dass die Brandenburger Bauern bereits zuvor verantwortungsbewusst gewirtschaftet haben, zeigt sich auch daran, dass lediglich 11 Grundwassermessstellen im Land erhöhte Nitratwerte aufweisen. Um herauszufinden, woher diese Nitratbelastungen tatsächlich stammen, hat das Brandenburger Umweltministerium ein umfangreiches Forschungsprojekt initiiert, das vom Landesbauernverband ausdrücklich begrüßt wird. Darüber hinaus legen alle Landwirte in den Untersuchungsgebieten bereitwillig ihre Düngepraxis der letzten Jahre offen, um aktiv die Ursachenforschung zu unterstützen.

„Nicht über die Landwirtschaft reden, sondern gemeinsam mit den Bauern vor Ort mögliche Probleme identifizieren und Lösungen erarbeiten, das ist der richtige Weg, den die Landesregierung hier geht“, so LBV-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Scherfke anerkennend.

Unterstützung auch von den Brandenburger Wasserversorgern. Sie betonen die verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Acker- und Grünlandflächen im Land. Demnach bestehen auch keine Probleme mit Nitrat belastetem Grundwasser, das für die Trinkwassergewinnung verwendet wird. Eine kostenintensive Aufbereitung, die eine Verteuerung zur Folge hätte, ist deshalb nicht erforderlich.