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Vorbereiten auf die Afrikanische Schweinepest

Pressemeldung
Aufgrund der sich weiter ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) diskutierten Experten und Landwirte über Vorbeugung, Früherkennung und Maßnahmen im Seuchenfall.

Seddiner See, 18.05.2018. Die Gefahren der ASP für schweinehaltende Betriebe in Brandenburg sind weiterhin groß, darüber waren sich die hochrangigen Experten, die auf Einladung des Bildungsvereins der Landwirtschaft, des Landesbauernverbandes und des Landestierarztes mit Landwirten aus allen Regionen Brandenburgs zusammenkamen, einig.

Auch wenn Deutschland bisher von der ASP verschont geblieben ist, bleibe die Gefahr der Einschleppung nach Brandenburg hoch, zumal sich die für Haus- und Wildscheine meist tödlich verlaufende Tierseuche immer näher in Richtung unserer Landesgrenzen ausbreitet. Für die Verbraucher ist die ASP ungefährlich.
Ein besonderes Risiko für die Einschleppung stellt der Faktor Mensch dar. Insbesondere die bevorstehende Urlaubssaison birgt die Gefahr, dass Osteuropareisende infizierte Fleisch- und Wurstwaren nach Brandenburg einführen und im Zweifelsfall unsachgemäß entsorgen. Über diesen Weg könnten sich Wildschweine infizieren und die Seuche in Brandenburg verbreiten.
Bereits ein ASP-Fall im Wildschweinbestand hätte - ohne dass ein Hausschwein betroffen ist - erhebliche Konsequenzen für Schweinehalter. Selbst bei einem regional begrenzten Seuchengeschehen würde Deutschland von vielen Ländern für den Export von Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen gesperrt werden. Dramatisch wären damit auch die wirtschaftlichen Folgen in den vor- und nachgelagerten Bereichen.
Für den Seuchenfall in Hausschweinbeständen, so die anwesenden Sachverständigen, ist Brandenburg so gut wie möglich vorbereitet. In diesem Zusammenhang wurden bereits sogenannte Standby-Verträge mit Spezialfirmen geschlossen, die im Ernstfall betroffene Bestände töten, fachgerecht entsorgen und danach die Stallungen reinigen sowie desinfizieren. Aus der Tierseuchenkasse des Landes Brandenburg stehen bei Seuchenausbruch in einem Hausschweinbestand die durch Tierhalter eingezahlten Mittel zur Verfügung. Dabei wird auf Antrag und unter bestimmten Voraussetzungen der Tierverlust, im Sinne des marktüblichen Wertes, ausgeglichen. Darüber hinaus halten spezielle Anbieter ergänzend maßgeschneiderte Versicherungslösungen bereit, die weitere Betriebsausfälle kompensieren sollen.
Dr. Stephan Nickisch, Landestierarzt Brandenburg, lenkte die Aufmerksamkeit insbesondere auf die strikte Umsetzung und Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen in schweinehaltenden Betrieben. Dazu zählen die Einhaltung aller Anforderungen der Schweinehaltungshygieneverordnung, die Vermeidung des direkten und indirekten Kontaktes zwischen Haus- und Wildschweinen sowie konsequente Hygienemaßnahmen, einschließlich der Reinigung/Desinfektion von Fahrzeugen unmittelbar nach jedem Transport. Die Einhaltung des Verfütterungsverbotes von Speiseabfällen an Schweine besitzt eine hohe Priorität.
Besondere Bedeutung bei der Vorbeugung und Früherkennung der ASP kommt den Jägerinnen und Jägern zu. Hier sind sowohl die intensive Bejagung der Schwarzwildbestände als auch verstärkte Aktivitäten beim Auffinden verendeten Schwarzwildes zu nennen.

Absicherung Ertragsschäden im Seuchenfall   Röhle, Vereinigte Tierversicherung

ASP-Situation in Brandenburg  Prof.Conraths u.w , Friedrich-Löffler-Institut

ASP Maßnahmen Wildschwein-Brandenburg  Prof. Conraths u.w. , Friedlich-Löffler-Insitut

Leistungen Tierseuchenkasse Dr Schütze, Tierseuchenkasse Brandenburg

ASP-eine reale Gefahr   Dr. Mielke, Amtstierarzt LK Barnim

ASP-Handelströme Dr. Hortmann-Scholten, Landwirtschaftskammer Niedersachsen