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Bauern kritisieren Pleitemilchhändler

Pressemeldung, Teltow, 14.03.2018

Die Berliner Milcheinfuhr-Gesellschaft (B.M.G.) hat ihre Geschäftstätigkeit eingestellt und geht in die Insolvenz. Davon betroffen sind auch viele Milchbauern aus Brandenburg.

Für die Milchviehhalter, die Geschäftsbeziehungen zur B.M.G. unterhalten, ist der Schaden immens. Neben zum Teil noch ausstehenden Zahlungen besteht das Problem darin,

dass der Milchhändler ab heute keine Milch bei den Landwirten abholt. Die Bauern wurden von dieser Information überrascht und hatten kaum Gelegenheit, sich rechtzeitig um einen anderen Abnehmer zu kümmern.
Die Insolvenz der B.M.G. stellt viele Brandenburger Landwirte vor erhebliche Schwierigkeiten, denn Kühe müssen jeden Tag gemolken werden und die Lagerkapazitäten für Milch sind in den Betrieben begrenzt. Es ist deshalb zu befürchten, dass einige Betriebe ihre Milch entsorgen müssen. „Was mich besonders ärgert, ist die Kommunikation der B.M.G. mit ihren Mitgliedern. Diese wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das ist eine große Sauerei. Ein fairer Umgang unter Geschäftspartnern sieht anders aus.“, erklärt Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg. 
In einem Brief an ihre Geschäftspartner versicherte die B.M.G., dass die bisher gelieferten Milchmengen wie gehabt abgerechnet werden sollen. Die Auszahlung von Ansprüchen nach dem 9. März, dem Tag der Insolvenz,  sei jedoch noch offen.
Der LBV Brandenburg steht betroffen Landwirten als Ansprechpartner zur Verfügung.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92