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EU-Direktzahlungen sichern Konkurrenzfähigkeit der Landwirte

Pressemeldung Bis Ende 2017 erfolgte die Anweisung der Auszahlung der Betriebsprämien und Ausgleichszulagen in Höhe von zirka 330 Millionen Euro an die landwirtschaftlichen Betriebe in Brandenburg. Sie stellen 30 – 50 Prozent des Gewinns der Brandenburger Bauern dar und werden deshalb dringend benötigt. Der LBV-Brandenburg regt für die Zukunft die Möglichkeit einer unbürokratischen  Antragstellung und –bearbeitung an.
Teltow, 03.01.2018. Mit den Ausgleichszahlungen subventioniert die EU die sichere Lebensmittelversorgung zu günstigen Preisen.

Ohne diese Zahlungen ließe sich kaum wirtschaftlich rentabel produzieren. Deshalb dienen die Direktzahlungen auch zur Einkommenssicherung der  Landwirte und damit dem Erhalt der Strukturen im ländlichen Raum. Die Subvention gleicht zudem die zusätzlichen Belastungen der Landwirte durch Vorschriften in den Bereichen Umwelt-, Tier- und Pflanzenschutz aus. Die Unternehmen erhalten durch die EU-Mitteln ihre Liquidität und gewinnen Planungssicherheit. 
Bei den Direktzahlungen handelt es sich ausschließlich um Gelder aus dem EU-Agrarhaushalt.  Deren Vergabe ist unter anderem geknüpft an eine Vielzahl von Vorschriften zum Klima-, Umwelt- und Tierschutz. Werden die Auflagen nicht in Gänze erfüllt, erfolgt eine Kürzung der Prämien. Ohne Direktzahlungen würden viele landwirtschaftliche Betriebe in Brandenburg ihre Konkurrenzfähigkeit verlieren.  Die Direktzahlungen werden von den Landwirten bis Mai für das laufende Jahr beantragt und bemessen sich an der bewirtschafteten Fläche.
Für die Bearbeitung der Anträge sind die Bewilligungsbehörden in den Landkreisen sowie das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurordnung zuständig. „Vor dem Hintergrund des sanktionsbehafteten Verfahrens mit immensem Aufwand bei der Flächenberechnung sowohl für die Landwirte als auch für die Behörden, regen wir für die Zukunft eine Vereinfachung an.“, erklärt Henrik Wendorff, Präsident des LBV Brandenburg.
Hinter den Brandenburger Landwirten liegt ein schwieriges Jahr mit unterdurchschnittlichen Ernteergebnissen im Ackerbau und teilweise Totalausfällen bei Obstkulturen. Umso wichtiger ist der Liquiditätszufluss.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92