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Keine Benachteiligung der Brandenburger Landwirtschaft

Pressemeldung:

Der LBV-Brandenburg e.V. fordert die Beibehaltung einer flächendeckenden EU-Förderpraxis

Teltow, 29.11.2017. Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, stellt heute seine mit Spannung erwarteten Vorschläge für die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) nach 2020 vor. Der bevorstehende Brexit sowie neue Aufgaben der EU dürften in Zukunft den Druck auf den Agrarhaushalt erhöhen.


Aus Sicht des LBV bleibt eine flächendeckende Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe bis auf Weiteres notwendig. Eine klare Absage wird betriebsgrößenabhängigen Kappungen oder Obergrenzen bei der Förderung erteilt, die in der Konsequenz eine Benachteiligung der ostdeutschen Landwirtschaft bedeuten.

„Um wirtschaftlich rentabel zu arbeiten, müssen die Brandenburger Bauern aufgrund der schlechten Standortbedingungen größere Flächen bewirtschaften als im Bundesdurchschnitt. Zudem haben wir es hierzulande historisch bedingt mit größeren Betrieben zu tun. Daraus darf unseren Familien- und Mehrfamilienbetrieben kein Nachteil entstehen. Jeder Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche trägt zur Arbeitsplatzsicherung in den ländlichen Regionen bei und verdient die gleiche Wertschätzung.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Der LBV betont die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Agrarpolitik, die einen sinnvollen Rahmen vorgibt. Dabei darf die Verwendung der Mittel nicht zum Spielball der Mitgliedsstaaten werden.


Die bisherige GAP diente folgenden Zielen: Einkommenssicherung, sichere Lebensmittel, günstige Preise und Versorgungssicherheit. Diese Ziele haben auch weiterhin Gültigkeit. Die GAP war und ist ein nicht zu unterschätzendes Instrument der Einkommenssicherung im ländlichen Raum. Darüber hinaus verfolgt die GAP erfolgreich das Ziel, die europäische Landwirtschaft zukunftssicher zu machen – zum Beispiel durch die Anpassung an den Klimawandel, der Förderung von Forschung und Entwicklung sowie der Digitalwirtschaft in den Betrieben.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling
Pressesprecher des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V. ; Tel 0 33 28  -  319 302 oder 0151 1221 8692