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Brandenburg soll weiterblühen

Pressemeldung

Die in diesem Jahr gestartete Blühstreifen-Initiative des Landesbauernverbandes fand viele Mitstreiter. Über 50 Betriebe beteiligten sich mit ihren Flächen und säten auf mehr als 100 ha bunte Blühmischungen aus. Mit dabei waren kleine und große Betriebe, Agrargenossenschaften, Gesellschaften und Einzelunternehmen, also die ganze Bandbreite, die Brandenburg aufzuweisen hat.

Mit der Anlage von Blühstreifen geht die Landwirtschaft weit über die üblichen Umweltleistungen hinaus und schafft ein deutliches „mehr an Biodiversität“. Gerade Brachen und (Blüh)streifen werden hinsichtlich der Biodiversitätswirkung als extrem hochwertig eingestuft. Sie bieten neben den Farbtupfern für das Auge Insekten Unterschlupf, die auch den Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverband meint dazu: „Die Brandenburger Landwirte leisten einen großen Beitrag für die Artenvielfalt. Die Anlage von Blühstreifen ist dabei ein wichtiger und wirkungsstarker Teilbeitrag.“

Auf Grund des guten Zuspruches in diesem Jahr setzt der Landesbauernverband die Blühstreifen-Initiative auch 2018 fort und ruft dazu auf, noch mehr Flächen gezielt mit Blühmischungen zu bestücken. Gerne wird auch Hilfe der Gemeinden oder der Bevölkerung in Anspruch genommen, die sich finanziell an dieser besonderen Art der Umweltpflege beteiligen können. Schließlich kosten die Saatgutmischungen, die auch ausgesät werden müssen bis zu 400 EUR ha. Der LBV sieht hier auch eine Aufgabe des Landes, Unterstützungsprogramme anzubieten und die bestehenden bürokratischen Hürden abzubauen.

Das Potential für weitere Blühflächen ist vorhanden. So bleiben auf über 1.000 Kilometer Streifen entlang von Feldern unbestellt, um die Artenvielfalt zu fördern. Hinzu kommen über 31.000 ha Brachflächen, die ebenfalls im Interesse des Umweltschutzes nicht bestellt wurden. Diese vielen Maßnahmen der Brandenburger Landwirte zeigen deutlich, dass sich die Bauern in Brandenburg aktiv in den Arten- und Naturschutz einbringen und einen wichtigen Beitrag leisten, oft, ohne dass dies von der Öffentlichkeit sofort erkannt wird. Die Anlage eines Blühstreifens oder einer Brachfläche sei zwar nicht so spektakulär wie ein Seeadler-, Steinkauz- oder Großtrappenprojekt, dafür werde aber eine große Breitenwirkung erzielt. Diese im ganzen Land angelegten Flächen kommen vielen kleineren Arten wie Spinnen, Insekten bis hin zu Feldmäusen, Stieglitz und Co zu Gute, auch die Imker mit ihren Bienen nutzen diese Flächen gerne.

Der Landesbauernverband hofft auch 2018 auf gute Beteiligung und Unterstützung der Blühstreifen-Initiative.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Ulrich Böhm, ; Tel 0 33 28  -  319 132 oder  - 201