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Wer bremst die Wölfe? Keine Lösung in Sicht.

Pressemeldung:

- Trotz Schutzmaßnahmen immer mehr tote Weidetiere -

KadaverDie Weidetierhalter in Brandenburg haben aufgrund vermehrter Übergriffe von Wölfen Angst um ihre Schafe, Rinder oder Pferde. Die  rasante Entwicklung der Wolfspopulation mit einem jährlichen Zuwachs von etwa 30 % und die damit zunehmenden Schäden, stellen immer mehr Tierhalter vor echte, teilweise unlösbare Probleme.

Das bisherige Wolfsmanagement wurde in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut. Die Erfahrungen, welche Jens Schreinicke als Mutterkuhhalter und Wolfsbeauftragter des Landesbauernverbandes Brandenburg bislang gemacht hat, fasst er wie folgt zusammen: „Offensichtlich hinken Verwaltung und Managementpläne der rasanten Bestandsentwicklung des Wolfes hinterher. Besonders der zu hinterfragende sehr hohe Schutzstatus des Wolfes stellt eine unüberwindbare Hürde für die Organisation eines Zusammenlebens von Weidetierhaltung und Wolf in unserer Kulturlandschaft dar. Trotz sehr aufwendiger und teurer Herdenschutzmaßnahmen nimmt die Zahl der gerissenen Weidetiere ständig zu.“

Die betroffenen Tierhalter können nicht weitere Monate auf einen neuen Wolfsmanagementplan und Lösungen warten. Die Entwicklung der Schäden erfordert sofortiges Handeln. Die Erwartungen von Landesbauernpräsident Henrik Wendorff an die Weiterentwicklung des Wolfsmanagements sind klar: „Nur wenn es praxistaugliche und unbürokratische Regelungen zum Schutz der Weidetiere gibt, kann die Akzeptanz für den Wolf im ländlichen Raum geschaffen werden. Hierbei müssen der umfassende Ausgleich aller wolfsbedingter Schäden und Mehraufwendungen für Herdenschutz sowie ein zügiges Handeln bei Problemwölfen bis hin zum Abschuss so schnell wie möglich sichergestellt werden."

Ansprechpartner Wolfsbeauftragter des Landesbauernverbandes Brandenburg, Jens Schreinicke, 0173 2186610