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Kommentar zur Meldung des UBA 'Kostensteigerung beim Trinkwasser' für das Herausfiltern von.. ja was eigentlich?

Das Bundesumweltamt (UBA) schrieb vor kurzem in einer Meldung „Zu viel Dünger: Trinkwasser könnte teurer werden, Preissteigerung bis zu 45 Prozent erwartet.Dies wurde anhand von Modellrechnungen "belegt" und Gülle bzw. Nitrat aus Landwirtschaft und Tierhaltung als Verursacher genannt. Weiter heißt es, dass 27% der Grundwasserkörper Grenzwertüberschreitungen aufweisen. Dazu muss man natürlich wissen, dass nicht jeder Grundwasserkörper für die Trinkwasserherstellung genutzt wird.

Zudem basiert die Studie auf 4 Modellregionen, zu denen auch die Kreise Vechta und Cloppenburg zählen - also mit die viehstärksten Regionen Deutschlands. Würde man den Tierbesatz dieser beiden Kreise auf Brandenburg hochrechnen, müssten hierzulande 20 Mio. Schweine und 2 Mio. Rinder gehalten werden - tatsächlich sind es nur 790.000 Schweine und 543.000 Rinder. Insofern ist die Auswahl der Modellregionen nicht ohne Grund erfolgt und keinesfalls repräsentativ und auf ganz Deutschland übertragbar.

Für Brandenburg zeigen die Daten der Rohwassergewinnung keine auffälligen Werte: Hinsichtlich des Nitrates werden die Trinkwassergrenzwerte nicht überschritten und die in der Studie errechnete Preissteigerung um bis zu 0,076 Cent/l entbehrt damit hierzulande jeder Grundlage. Insofern handelt es sich um reine Panikmache, zumal in der Studie Nitratwerte als Basis genommen wurden, die deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten für Trinkwasser liegen.

Seltsam auch, dass für Brandenburg eine N-Minderung von ca. 40 -50 kg/ha als notwendig erachtet wird, obwohl die Grenzwerte deutlich unterschritten werden und in den genannten Landkreisen Vechta und Cloppenburg mit dem starken Tierbesatz (ca. 8-fache gegenüber Brandenburg) eine Reduzierung um 80 bis 100 kg /notwendig scheint. Die Tierhaltung kann also kaum die Ursache sein. Wenig nachvollziehbar ist, warum in Brandenburg höhere Trinkwasserpreise für das Herausfiltern von nicht vorhandenem Nitrat notwendig sein sollen, da Grenzwerte unterschritten werden. Aber tja, etwas herauszufiltern was so gut wie garnicht vorhanden ist kann schon was kosten!

Jedenfalls kann man die Hochrechnung von zusätzlichen Mehrkosten von über 600 Mio. EUR durchaus als schwer nachvollziehbar bezeichnen.
Diese Meldung des UBA dient wohl dem Zweck der Panikmache. Nitrat im Grundwasser mag regional durchaus ein Problem sein. Geologische Verhältnisse, die Entnahmemengen oder andere Verursacher (Deponien etc.) sollten aber als Ursache mit beachtet werden, ansonsten macht man es sich zu einfach.

Aber wir wissen ja - was vom UBA kommt ist selten gut für die Landwirtschaft und die Tierhalter.
UB