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Feiern unter Protest

Pressemitteilung:

Brandenburgs Bauern auf der Grünen Woche

Wenn heute Abend die Internationale Grüne Woche offiziell eröffnet wird, sehen Brandenburgs Bauern den kommenden Tagen nicht nur mit Freude entgegen. „Natürlich freuen wir uns einerseits, dass durch die weltgrößte Ernährungsmesse unser Beruf im Fokus stehen wird, dass wir zeigen können, wofür wir stehen und wie wir arbeiten“, sagt Brandenburgs Landesbauernpräsident Henrik Wendorff. „Aber die gesellschaftlichen Veränderungen und besonders unsere angespannte wirtschaftliche Lage sorgen für gemischte Gefühle.“

Nicht nur durch die Milchkrise der vergangenen Monate hatten die Landwirte in Brandenburg Probleme damit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. „Es war finanziell eines schwersten Jahre seit der Wende in Brandenburg, vielleicht sogar das schwerste“, sagt Henrik Wendorff. „Die Erträge der Ernte waren zwar auf einem durchschnittlichen Niveau, aber zu niedrige Preise haben unsere Arbeit am Ende entwertet.“

Noch schwerer als die wirtschaftliche Entwicklung wiegen für viele Bauern die offenen, gesellschaftlichen Fragen. „Wir Bauern mühen uns täglich auf den Feldern und in den Ställen, die Menschen zu versorgen – nach bestem Wissen und Gewissen. Und wenn dann unser Handeln zum Teil verteufelt wird, wenn wir beschimpft werden und als Umweltschädlinge und Bodenausbeuter dargestellt werden, dann kann man gelegentlich schon ins Grübeln kommen, ob unser Beruf, den wir so sehr lieben, das alles wirklich wert ist“, sagt der Landesbauernpräsident. Schließlich ginge es den Bauern auch um Sicherheit und Entscheidungen für die Zukunft: „Wie viel ist meine Arbeit der vergangenen Jahre morgen noch wert? Kann ich weiter davon leben?“

Um Flagge zu zeigen, werden sich auch viele Brandenburger Bauern am Sonnabend an einer großen Demonstration beteiligen. Wenn gelegentlich gegen die moderne Landwirtschaft protestiert wird, finden sich die Landwirte und ihre Unterstützer um 9 Uhr unter dem Motto „Wir machen euch satt – Dialog statt Protest!“ am Washingtonplatz ein. Landwirte aus vielen Landkreisen Brandenburgs werden die Aktion auf ihren mehr als 50 Traktoren und Schleppern begleiten und deswegen am frühen Morgen per Sternfahrt nach Berlin reisen.

„Wer sich informieren will, wer mit uns über unseren Beruf und seine Bedingungen ins Gespräch kommen will, ist herzlich an unseren Stand in die Brandenburghalle 21 a eingeladen“, sagt Henrik Wendorff. „Wir haben einen kleinen Test zur Milch vorbereitet, der viele Verbraucher ohne Frage verwundern wird.“

Hinweis in eigener Sache: Medienvertreter, die die Traktoren nach Berlin begleiten wollen, können sich natürlich gern beim angegebenen Kontakt melden. Wir organisieren dann den entsprechenden Treffpunkt.

 

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Sebastian Scholze, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92