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Viele Betriebe von Teilen des Milchmarkt-Sondergesetzes ausgeschlossen

Der Landesbauernverband Brandenburg sieht in dem verabschiedeten „Milchmarkt-Sondermaßnahmegesetz“ und der steuerlichen Gewinnglättungsmöglichkeit keine Lösung des Problems für große Teile der hiesigen Milcherzeuger.

Der Gesetzesteil, der die steuerliche Tarifglättung beinhaltet, ist nur für Einzelunternehmen anwendbar und schließt damit viele Brandenburger Betriebe, z.B. Genossenschaften, aus. Rund 2/3 des Milchkuhbestandes in Brandenburg werden somit von diesem Teil des Hilfspaketes (Geiwnnglättung), nicht erfasst, obwohl gerade den Milchviehhaltern mit dem Gesetz geholfen werden sollte.

Wie notwendig gerade hier in Brandenburg die Hilfe ist, zeigt der überdurchschnittliche Abbau des Milchkuhbestandes in Brandenburg. So ging der Bestand (MLP) in 2016 um rund 7.400 Kühe auf 146.700 Kühe (-5%) zurück, während in Bayern nur einen Rückgang um knapp 1.000 auf 975.100 Milchkühe (0,5%) zu verzeichnen ist.

Der LBV sieht mit dem Milchmarktsondermaßnahmegesetz eine erhebliche Benachteiligung der Brandenburger Milcherzeuger, die in keiner Weise nachzuvollziehen ist. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Es sollte überlegt werden, wie den derzeit ausgeschlossenen Betriebe doch noch geholfen werden kann. Zu befürchten ist, dass durch die Nachteile die hiesige Milcherzeugung weiter schwindet und sich in andere Regionen verlagert.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Holger Brantsch, Referent für Öffentlichkeitsarbeit; Tel 0 33 28  -  319 204 oder 0151 – 1221 8693