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Berufsstand kritisiert Überlegungen zum Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln zu Leguminosen auf ökologischen Vorrangflächen

Mit dem Greening hat sich der Anbau von Leguminosen in Brandenburg auf mehr als 22.000 ha ausgedehnt. Über diese Maßnahme stieg die Anbaufläche von Leguminosen im Land um 50 %. Mit dem Anbau von Leguminosen wird die Bodenfruchtbarkeit erhöht und durch die Stickstoffbindung der Pflanzen können Stickstoffdünger eingespart werden. Darüber hinaus werden Eiweißfuttermittelimporte z.B. aus Südamerika, durch den heimischen Anbau von Erbsen, Lupinen, Soja und Bohnen weiter verringert.

Nach Vorstellungen der EU-Kommission sollten künftig Leguminosen nicht mehr mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Sollte dies wirklich beschlossen werden, würde dies zu einem massiven Anbaurückgang führen und die positiven Effekte der letzten 2 Greening-Jahre wieder zu Nichte machen. Damit handelt die EU Kommission kontraproduktiv und entgegen ihrer eigenen Zielstellung. Sie hilft damit weder der Biodiversität zu steigern, noch handelt sie im Sinne des Klimaschutzes, wenn sie das Anwendungsverbot wirklich durchsetzt. Zudem würden die aufgelockerten Fruchtfolgen wieder enger und eine wichtige Bestäuberpflanze für Bienen ginge den Brandenburger Imkern wieder verloren.