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Vorsicht bei der Grünlandmahd – an die Wildtierrettung denken

Pressemeldung:

RehkitzDie Mahd von Grünland oder Energiepflanzen hat begonnen. Sie fällt zusammen mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere, die derzeit in den Wiesen oder im Grünroggen ihren Nachwuchs sicher wähnen. Doch „Ducken und Tarnen“ schützt zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. Gegen die schnellfahrenden Traktoren mit den Kreiselmähern haben sie aber kaum eine Chance.

Deshalb sollten unbedingt Maßnahmen zur Wildtierrettung – am besten gemeinsam mit dem Jagdpächter – ergriffen werden. Dazu gehört das Absprechen der Schnittzeitpunkte, sodass der Jagdpächter bspw. die Wiesen mit dem Jagdhund absuchen kann.

Vergrämung kann kostengünstig und sehr effektiv mit Knistertüten, Flatterbändern oder Kofferradios durchgeführt werden. Bereits eine Maßnahme zur Vertreibung pro Hektar Anbaufläche wirkt, haben Experten herausgefunden.

Die Mahd sollte grundsätzlich von innen nach außen erfolgen. Eine Begrenzung der  Schnitthöhe auf etwa 15-20 cm wäre eine andere Möglichkeit. So hat das Wild die Möglichkeit zur Flucht, sich duckende Rehkitze können dem Kreiselmäher entgehen. Weitergehende Hinweise stehen den Landwirten auf der LBV-Internetseite unter www.lbv-brandenburg.de im Mitgliederbereich zur Verfügung.

Das 2012 gestartete Projekt zur Praxistauglichkeit geeigneter Wildrettersysteme hat bereits zu ersten Ergebnissen geführt. Mit Förderung des Bundeslandwirt-schaftsministeriums entwickeln namhafte Hersteller von Landtechnik und Elektronik hocheffiziente Systeme zur Rehkitzrettung beim Mähen. Im Frühjahr 2015 sollen erste Praxistests durchgeführt werden.

Holger Brantsch, Pressesprecher