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Landwirte mit Erwartungen an die AMK

Zum Auftakt der Agrarministerkonferenz am 03.04.2014 überreichten die Erntekönigin sowie Vertreter des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V. (LBV), des Regionalbauernverbandes Spree-Neiße und Landfrauen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und den Ministerinnen und Ministern der Länder typische Spreewaldkähne in Miniaturform. Die Übergabe im Raddison Blue Hotel war begleitet von den Forderungen der Landwirte, die Beschlüsse der Agrarministerkonferenz von München umzusetzen und keine

weiteren Verschärfungen vorzunehmen. Beladen war das Präsent demzufolge mit den Forderungen „Festhalten an den Münchener Beschlüssen“ sowie „Lasst die Landwirtschaft nicht untergehen - der Kahn ist voll“ und natürlich den Spreewälder Gurken.

„Die Landwirte benötigen endlich Planungssicherheit“, so Heiko TerAMK_BM_Schmidt_LBV_Brandenburg_SPNno, Vizepräsident des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V. Vor allem die Ungewissheit beim Greening und die dabei geplanten Verschärfungen hinsichtlich des Pflanzenschutzmittel- und Düngemitteleinsatzes belasten und führen dazu, dass vielen Betrieben letztlich nur die Stilllegung von 5 % ihrer Ackerfläche bleibt. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und auch der Kritik an Importen, (z.B. Soja aus Südamerika) ist eine Nichtnutzung von Ackerflächen hierzulande kontraproduktiv und führt zu einer Verlagerung der Produktion in andere Regionen.

„Die Brandenburger Landwirte erwarten, dass der Eiweißpflanzenanbau und der Zwischenfruchtanbau auf die ökologischen Vorrangflächen angerechnet werden und die notwendigen Pflanzenschutzmaßnahmen beim Eiweißpflanzenanbau auch durchgeführt werden können“, so Frank Schneider, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Spree-Neiße.

Fest steht schon heute, dass die Betriebe durch die Stilllegung von Flächen Geld verlieren. Dies wird man auch im Ländlichen Raum zu spüren bekommen, wenn weniger investiert wird oder Arbeitsplätze abgebaut werden müssen. Die Minister haben es nun in der Hand festzulegen, wie hoch die Verluste sein werden. Das Greening führt voraussichtlich dazu, dass allein in Brandenburg auf mehreren tausend Hektar keine Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln stattfinden wird.